Unser Selbstverständnis

Wo einst die Sültequelle war, gründete der Heilige Godehardt im 11. Jahrhundert ein Kloster.

Ende der 90er Jahre wurde das alte Sültekloster im Zentrum von Hildesheim zum Mittelpunkt einer Vision eines gemeindeverbindenden Aufbruchs. Das ehemalige Kloster würde ein Anlaufort für Menschen in besonderer seelischen Not sein würde. Von den Giebeln der Dächer des ehemaligen Klosters sahen die Visionäre drei Fahnen wehen: Glaube, Hoffnung, Liebe ...

Wir wollen gerne eine „salzhaltige Lebensquelle“ für unsere Stadt sein. Und so sehen wir uns mit diesem Ort weiterhin tief verbunden, auch wenn die Sülte längst zu einem Hotel geworden ist und die Erfüllung der Vision - zunächst - in die Ferne gerückt zu sein scheint.

Das Lebenszentrum meint „ein Leben mit Jesus im Zentrum“. Es ist ein lockeres Netzwerk von Freiwilligen. Zusammengestellt, um einander und anderen Hilfe zu leisten. Füreinander da zu sein.

Wenn wir uns und unsere Gemeinschaft voll dem Dienst an den Verlorenen öffnen, erfahren wir auch Schritte auf unserem eignen Heilungsweg – denn wir begegnen immer auch unserer eigenen Armut, unserer eigenen Gebrochenheit, unseren eigenen Ängsten und Verzweiflungen, unserem eigenen Sterben und unserer eigenen Bedürftigkeit. Die Gemeinschaft mit Jesus ist für uns der erste Schritt zur Heilung – wenn wir die Menschen, die wir als bedürftig und suchend erkennen, in das Lebenszentrum einladen, fordern wir sie auf mit uns diesen dreistufigen Weg zu beschreiten: in die Beziehung mit Jesus, in die Gemeinschaft der Gläubigen, in den Dienst für andere. Das Lebenszentrum versteht seinen besonderen Dienst darin, die Not­leidenden in die Gemeinschaft zu integrieren und tatsächlich das „Leben“ mit Jesus ins „Zentrum“ zu rücken.