Das Gleichnis ist eingebettet in Jesu Endzeitreden: Mt. 24 – 25

Der Bräutigam ist Jesus selbst und die Braut ist die Gemeinde.

Was unterscheidet nun die törichten von den klugen Jungfrauen? Eingeladen sind allen und alle wollen auch zum Hochzeitsfest, aber nur die klugen mit dem angelegten Öl Vorrat kommen in das Reich Gottes.

Was zeichnet nun die klugen Jungfrauen aus?

Die Klugen sind wachsam, sie rechnen jederzeit mit dem wiederkommen Jesu, haben ihn und seine Gebote stets vor Augen und leben danach. (Mt. 24, 42;44)

Die Klugen bringen Frucht und wuchern mit ihren anvertrauten Talenten (Mt. 25, 14 -30), das kann heißen, dass Die in der Gemeinde aktiv sind und ihre Gaben für andere einsetzen.

Die Klugen sind hilfsbereit und kümmern sich um Bedürftige (Mt. 25, 31-6) Jesus sagt ja dort, was wir den Geringsten getan haben, haben wir für ihn getan, und macht dieses zum Maßstab für Erlösung, oder Verlorengehen.

Das Öl kann natürlich auch für den hlg. Geist stehen: Die klugen Jungfrauen sind mit dem Heiligen Geist erfüllt und nicht nur Sonntagschristen.

Jesus sagt in dem Gleichnis ja auch, dass die Klugen kein Öl abgeben können, was wohl heißen soll, das jeder im Endgericht für sich und seine Taten selbst verantwortlich ist. Es gibt keine Ausreden, kein Delegieren von Schuld, kein hätte, hätte Fahrradkette.

Man sollte nicht vergessen: Keiner weiß, wann Jesus wiederkommt, aber auch der eigene Tod bedeutet ja auch, dass ich jederzeit und unvermittelt vor ihm stehe und Rechenschaft ablegen muss.

Aber meiner Meinung nach gibt es noch eine dritte Kategorie von Jungfrauen, bzw. Menschen:

Nämlich diejenigen, die eingeladen sind, aber gar nicht kommen wollen: Hierzu passt Jesu Gleichnisse von der Einladung zum Hochzeitsfest (Mt. 22, 1-14) bzw. Einladung zu Abendmahl in (Lk. 14, 15-24).

Dort entschuldigen sich die geladenen Gäste alle, weil sie etwas Wichtigeres zu tun hatten. Sie wollten also gar nicht in das Reich Gottes

Daraus schlussfolgere ich, dass es 3 Kategorien von Menschen gibt, wobei man voraussetzen muss, dass alle in das Reich Gottes eingeladen sind.

  1. Diejenigen, die die Einladung gar nicht erst annehmen, also Gott ablehnen
  2. Diejenigen, die die Einladung annehmen, an Gott zwar glauben, aber nicht danach leben, also ihre Talente vergraben
  3. Diejenigen, die die Einladung annehmen und auch christlich leben, die Jesu als ihren Herren angenommen haben und Frucht bringen.

Nun muss man annehmen, dass nur die Menschen in das Reich Gottes kommen werden, die zu der dritten Kategorie gehören, alle anderen nicht.

Zur Vertiefung des Gesagten, kann man auch Jesu Gleichnis vom Sämann zu Rate ziehen: Mt. 13,18-23

Du derjenige kommt in Reich Gottes, wo der Samen in einem bereitwilligen Herzen aufgeht und er viel Frucht bringt.

In Korrelation zu dem Jungfrau Gleichnis kann das heißen, dass bei den törichten Jungfrauen der ausgesäte Samen nicht aufgeht, weil die Sorgen ihn ersticken, oder bei Verfolgung sie sogleich abfallen, oder der Feind bei denen den Samen raubt, weil sie nicht verstehen, also z.B. gar nicht in der Bibel lesen, oder zur Gemeinde gehen.